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Jede MD-80 verfügt über eine Hecktür für die Nutzung einer bordeigenen Hecktreppe. Diese Tür ist Bestandteil des Druckschotts und bewegt sich beim Öffnen nach links in die Kabine. Diese Hecktür kann im Notfall alternativ als Fluchtweg genutzt werden, wobei aber die Evakuierung nicht über die ausgeklappte Hecktreppe, sondern durch ein ovales Loch an der Heckspitze mit entfalteter Notrutsche erfolgt.
Der abwerfbare Heckkonus wird im Normalbetrieb von Fluggästen zumeist gar nicht bemerkt und dies liegt auch an verschiedenen Mechanismen, die erst dann sichtbar werden, falls die Aktivierung dieses Fluchtwegs umgesetzt wird. Darum werde ich zuerst schildern, wie der Heckausgang ohne Abwurf des Heckkonus genutzt wird.
--> Zum Hauptartikel: "Runder Heckkonus oder Schraubenzieher-Konus?"
Im Normalbetrieb dient die Hecktür als Ausgang und Eingang im hinteren Teil der Kabine durch Nutzung einer bordeigenen, ausklappbaren Hecktreppe.
Die Hecktreppe ermöglicht als zusätzlicher Zugang eine noch effizientere Bodenabfertigung der MD-80. So ist die Umsetzung von Bodenzeiten von unter 30 Minuten nicht nur der Boeing 737NG oder A320-Familie vorbehalten, wie historische Flugpläne es beweisen können. Die Treppe kann von innen und von außen betätigt werden.
Mechanisch wurde die Treppe so konzipiert, dass sich beim Einziehen der Hecktreppe und Schließen der Hecktür automatisch die Deckenverkleidung nach unten bewegt und dann als mögliche Rampe auf der teilweise zusammengefalteten und eingefahrenen Hecktreppe vorgesehen ist.
Die Hecktür bietet zwei verschiedene Hebel. In Normalbetrieb wird ein mittig positionierter Hebel zum Öffnen und Schließen der Tür genutzt, während ein für den Notfall vorbehaltener Hebel oberhalb des normalen Hebels durch eine Klappe verdeckt ist. Nachdem man die Hecktür geschlossen hat, wird üblicherweise die Abdeckklappe von oben und unten geklappt und verdeckt dann den normalen Türhebel, gibt dann aber visuell und praktisch den Hebel für den Notfall frei.
Durch diesen "Klappenwechsel" soll eine Falschbedienung (ungewollte Auslösung des Heckkonus) verhindert werden. Der Hebel für den Notfall ist zusätzlich zumeist mit einer zusätzlichen Plastikabdeckung geschützt, damit kein versehentlicher Gebrauch möglich ist.
--> Zum Hauptartikel: "Notrutschen der MD-80-Serie"
Mit der MD-80 wurde die Hecktür so modifiziert, dass beim Betätigten des Hebels für den Notfall automatisch auch der Abwurf des Heckkonus ausgelöst wird. Dieser Vorgang führt dazu, dass anstelle des Konus ein oval-förmiges großes Loch die Stelle einnimmt. Nach Öffnung und Sicherung der Tür muss sich ein Kabinenmitglied die Rampe in Richtung Konus bewegen und dann die Notrutsche aktivieren, die sich am unteren Rand der Öffnung befindet. Sollte sich der Heckkonus nicht durch das Öffnen der Tür von selber abgelöst haben, besteht die Möglichkeit der manuellen Auslösung durch Ziehen an einer Vorrichtung, die sich rechts an der Rampe befindet. Auch die Rutsche sollte sich im Idealfall automatisch entfalten und aufblasen. Geschieht dies nicht, dann kann manuell an einer Schnur gezogen werden, welche sich an der Notrutsche befindet.
Nach dem Öffen der Hecktür sieht man die Rampe zum Heckkonus. Beim Ausklappen der Hecktreppe wird die Rampe nach oben gezogen und dient dann als Deckenverkleidung: